Eines der Ergebnisse des Klimagipfels „COP 21“ 2015 war die Durchsetzung der gemeinsamen Aufnahme des Themas erneuerbare Energien, um für eine nachhaltige Zukunft unseres Planeten zu sorgen. Solarenergie ist eine der verlässlichsten Quellen für erneuerbare Energien und Teil einer Vielzahl an Regierungsprogrammen und Initiativen in Europa, die mehr Unternehmen dazu ermutigen möchten, Solaranlagen zu installieren. Um jedoch die Lebensdauer der Solarpanels zu sichern, müssen diese sauber und funktionstüchtig gehalten werden. Hier geht Mark Burnett, Vizepräsident der Innovationsplattform für Schmierstoffe und Kraftstoffadditive von NCH Europe, weltweiter Anbieter von Lösungen für Wasser, Energie, Wartung und Instandhaltung, darauf ein, wie Unternehmen die Wirksamkeit ihres Getriebeöls verbessern können.

Wie alle Energieerzeugungsausrüstungen vor Ort, müssen Solarpanels für einen effizienten Betrieb sorgfältig gewartet und instandgehalten werden. Die meisten traditionellen Stromquellen waren größtenteils unkompliziert. Nach der Installation erfordern sie wenig Pflege, es sei denn, es treten technische Schwierigkeiten auf.

Solarpanels sind eine ganz andere Spezies. Photovoltaikmodule sind die in Unternehmen am häufigsten installierten Modelle und basieren auf einem sehr einfachen Konzept – je mehr Sonnenlicht sie absorbieren können, desto mehr Energie können sie generieren.

Die Verwendung von Solarpanels bietet Unternehmen eine Reihe von Vorteilen. Viele Länder in Europa – vor allem die UK, Deutschland und Spanien – bieten Einspeisetarife, die Unternehmen für die Nutzung von Solarenergie belohnen, indem sie diese dafür bezahlen, überschüssige Energie in das nationale Stromnetz einzuspeisen. Je mehr Energie durch effiziente Solarpanels gewonnen wird, desto mehr Unternehmen können Energie zurück in das Stromnetz führen.

Kontaminationsquellen

Leider steht zwischen dem Unternehmen und der solarbezogenen Gewinne die Kontamination der Panels. Photovoltaikmodule sind zwar ein Magnet für Sonnenlicht, ziehen jedoch leider auch eine Menge Schadstoffe, wie z.B. Schmutz, Umweltverschmutzung und Vogelkot, an. Das lässt sich nicht vermeiden, da sich Solarpanels im Freien befinden müssen.

Obwohl man Schadstoffe anfangs zunächst für Oberflächenfehler, welche das Aussehen der Panels beeinträchtigt, können diese die elektrische Gesamtleistung beeinträchtigen. Da sie Sonnenlicht leiten, bedeuten Makel und Fremdkörper auf der Oberfläche, dass diese Licht nicht mehr richtig erkennen kann. Im Laufe der Zeit wird die Effizienz und Kapazität des Panels insgesamt erheblich reduziert. Einige Solarpanels schalten sich sogar komplett ab, wenn zu viel von der Oberfläche verschmutzt ist.

Der Effizienzverlust verursacht einen großen Energieverlust. Google fand 2009 heraus, dass das Reinigen der Solarpanels den Energieertrag fast umgehend verdoppelt. Das klingt zunächst unwahrscheinlich; das Unternehmen hatte die Photovoltaikmodule jedoch 2007 installiert und erst 15 Monate später erstmals gereinigt – somit leisteten die Panels vor der Reinigung zu wenig. Acht Monate später stieg die Effizienz nach einer Reinigung um bemerkenswerte 36 % an, jedoch nicht so drastisch wie vorher, da sich die Panels in einem relativ guten Wartungszustand befanden. Je regelmäßiger gereinigt wird, desto höher die Gesamtleistung.

Es kann nicht viel getan werden, um eine Ansammlung von Verschmutzungen von vornherein zu verhindern. Schmutz und Staub werden durch Windböen herbeigetragen und die allgemeine Luftverschmutzung, die auf industrielle Aktivitäten oder den Verkehr zurückzuführen ist, setzt sich auf den Panels ab. Das führt üblicherweise zu einer moderaten Verschmutzung der Panels, jedoch sind Produktionsstätten und Automobilhersteller deutlich stärker betroffen.

Unternehmen, die beispielsweise über eine Photovoltaikanlage und einen Kühlturm an ihrem Standort verfügen, werden feststellen, dass Panels verstärkt Umweltverschmutzung anziehen. Für diese Anlagen besteht außerdem eine gesonderte Herausforderung: Sich in der Luft befindende Wassertröpfchen des Kühlturmdampfes können mit den Panels in Berührung kommen und Flecken und Schlieren durch Mineralverschmutzungen hinterlassen. Auch für Automobilhersteller sind an den Panels allmählich auftretende, ölige Flecken keine Seltenheit.

Aus demselben Grund ist auch Regenwasser ein Problem für Solarpanels. Neben der Tatsache, dass Regen einen Mangel an zu absorbierendem Sonnenlicht bedeutet, ist dieser auch schlecht für die Photovoltaikanlagen selbst, da er Flecken auf den Panels hinterlässt. Im Gegenteil zu dem, was Unternehmen zu Anfang glaubten, macht Regen die Solarpanels schmutziger anstatt sauberer. Ursache hierfür sind das in den Regentropfen enthaltene Salz und die Mineralien sowie der bei Regen aufgenommene Feinstaub, der sich auf Oberflächen absetzt, sobald der Regen verdunstet. Das ist auch der Grund, weshalb sich an der Windschutzscheibe Schmutz ansammelt, dort wo die Scheibenwischer nicht hinkommen – Solarpanels verlieren also ihre Wirksamkeit, wenn sie den Witterungen der Natur ausgesetzt sind.

Reinigung Ihrer Solarpanels

Der Reinigungsvorgang für Solarpanels ist weitaus komplexer, als sie lediglich Mutter Natur zu überlassen. Verschiedene Faktoren, wie z.B. das Timing und das Reinigungsmittel, sollten berücksichtigt werden, um den Schmutz effektiv von den Panels zu entfernen und eine optimale Leistung sicherzustellen.

Zu den goldenen Regeln der Reinigung von Solarpanels gehört u.a. die Wahl des richtigen Zeitpunkts. Aufgrund der von dem Sonnenlicht ausgehenden Wärme, ist es gewiss nicht ratsam, etwas zu reinigen, das sich zu dem Zeitpunkt im Fokus des Sonnenlichts befindet. Es ist somit ratsam, die Panels früh morgens oder spät in der Nach bei minimaler Sonneneinstrahlung und wenn die Panels abgekühlt sind, zu reinigen. Am frühen Morgen ist Tauwasser ein weiterer Vorteil, da es Oberflächenverschmutzungen löst und dadurch weniger Reinigungsmittel aufgewendet werden muss.

Der wichtigste Schritt bei der Reinigung sowie Wartung und Instandhaltung von Solarpanels liegt in der Verwendung des besten Reinigungsmittels. Bei vielen Standard-Solarpanelreinigern handelt es sich um alkoholbasierte Mittel, die weil der Alkohol unlöslich ist, dazu neigen, beim Abwischen Schlieren zu hinterlassen, welche die Sonneneinstrahlung blockieren können. In der Tat stellt das Reinigungsmittel selbst also ein Hindernis für die Panels dar.

Alkoholbasierte Reiniger erfreuen sich nicht ohne Grund großer Beliebtheit. Der Alkoholgehalt reduziert die Gefriertemperatur des Produkts insgesamt und macht es somit tauglich für die Wintermonate und kältere Klimabedingungen. Diese Eigenschaft ist für den Rest des Jahres jedoch unnötig.

Um eine effektive Reinigung ohne Rückstände zu erzielen, sollten Wartungstechniker ein alkoholfreies Produkt wählen, das unabhängig von der Jahreszeit die gleiche Reinigungsfähigkeit bietet. Da Produkte auf Wasserbasis anfällig für Frost sind, sollte die Wahl auf ein Additivprodukt fallen.

Additiv-Reinigungslösungen bieten bei jeder Anwendung die gleiche Reinigungsqualität, unabhängig von den Bedingungen und ohne Rückstände oder Flecken zu hinterlassen. Neben der Reinigungsleistung bieten diese Produkte auch Vorteile für die Umwelt.

NCH Europe hat z.B. zwei Versionen seines Additiv-Reinigungsprodukts „Screen Clean“ entwickelt: eins in Tablettenform, das andere in Pulverform. Das bedeutet in erster Linie eine geringere Umweltbelastung, weil keine großen Wasserlieferungen oder Verwendung von Kunststoffflaschen erforderlich ist. Das macht Screen Clean zu einer umweltschonenden Alternative im Vergleich zu den meisten Solarpanelreinigern, die in flüssiger Form angeboten werden.

Unter Berücksichtigung der Umweltbelastung ist es auch wichtig, auf die Rezeptur des Produkts zu achten. Während manche Additivlösungen pH-neutral und somit als sicher für Mensch und Umwelt gelten, enthalten einige Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKWs). Diese kohlenstoffbasierenden Lösungen trocknen schnell bei Raumtemperatur, sind jedoch aufgrund ihrer giftigen Zusammensetzung schädlich für die Umwelt.

Bei der Wahl eines Additivprodukts ist jedoch die Kompatibilität mit der Wasserart, mit der es verdünnt wird, von zentraler Bedeutung. Screen Clean wurde entwickelt, um unabhängig von der Wasserhärte, stets ein optimales Ergebnis zu bieten – es bieten jedoch nicht alle Lösungen ein solches Maß an Flexibilität.

Sauberkeit erhalten

Wurde ein Panel mit einem additivbasierendem Produkt gereinigt, ist es fleckenfrei und es kann mehrere Monate dauern, bis eine weitere Reinigung erforderlich ist. Einerseits ist es sinnvoll Panels regelmäßig zu reinigen, um eine maximale Leitfähigkeit zu gewährleisten, andererseits kann dies schnell zu einer kostspieligen Praxis werden. Des Weiteren steigt dadurch die Wahrscheinlichkeit für Kratzer auf der Paneloberfläche, die durch starkes Scheuern verursacht werden.

Eine Reinigung von Solarpanels einmal alle vier bis sechs Monate ermöglicht es Unternehmen, das Sonnenlicht optimal zu nutzen und verhindert, zu viel für Reinigungslösungen ausgeben. Damit Europa die während des COP 21 Gipfels festgelegten Ziele für erneuerbare Energien erreichen kann, ist es von zentraler Bedeutung, dass die Anlagen ordnungsgemäß gewartet werden, damit die Vorteile von Solarenergie für Umwelt und Unternehmen klar ersichtlich werden.

Zusammenfassung zur Wartung und Instandhaltung von Solarpanels

1. Die Solarpanels früh am Morgen oder spät in der Nacht reinigen, weil sie zu dieser Zeit am kühlsten sind. Morgentau kann die Reinigung erleichtern.
2. Suchen Sie Ihr Produkt mit Sorgfalt aus. Alkoholbasierende Produkte sind nur bei kälteren Bedingungen wirksam und können Flecken hinterlassen. Suchen Sie nach Additivlösungen.
3. Reinigen Sie Ihre Anlagen nicht allzu häufig. Regelmäßige Reinigungen können zu einer kostspieligen Praxis werden und Kratzer auf der Oberfläche verursachen.