Jeder hat irgendwann einmal bereits eine Fernsehsendung über einen „Überlebenskünstler“, der Raupen zum Frühstück isst und fieberhaft zwei Zweige aneinander reibt, um ein Feuer zu machen, gesehen. Ich bin mir sicher, dass Sie mir alle zustimmen werden, wenn ich sage, dass es sich hierbei um nützliches Wissen handelt für den Fall, dass Sie jemals auf einer einsamen Insel stranden sollten. In Ihren Industriemotoren hingegen ist Wärme, die durch Reibung entsteht, nicht Ihr Freund. Hier erklärt Mark Burnett, Vizepräsident von der Innovationsplattform für Schmierstoffe und Kraftstoffadditive bei NCH Europe, wie eine ausreichende Schmierung Sie vor Verbrennungen schützen kann.

Die erwartete Lebensdauer eines Motors kann durch Verschleiß sowie durch unzureichende Schmierung erheblich verkürzt werden. Es gibt eine Vielzahl unvermeidbarer Faktoren, wie z.B. die durch Reibung generierte Wärme, die Getriebe und Lager in Motoren beschädigen kann und so zu Ausfällen und Reparaturen führt.

An der Startlinie

Bei NCH Europe wissen wir, dass 70 % mechanischen Verschleißes beim Start entstehen. Trockenstarts verursachen Verschleiß, wie z.B. Kaltverschweißung, Lochfraß und Verunreinigungen durch Metallpartikel, welche wiederum zu Schaumbildung, Oxidation und Ansammlungen von säurehaltigen Verbindungen sowie Schlamm führen.

Staubförmige Ablagerungen erhöhen die durch Reibung entstehenden Probleme und insgesamt führt dies zu einer Verlangsamung Ihres Motors, die Effizienz Ihrer Produktionslinie wird reduziert, die Genauigkeit wird beeinträchtigt und letztendlich führt dies zu einem kostspieligen Ausfall.

Es ist nicht so, als wäre Ihnen das neu. Gemäß einer Studie von machinelubrication.com haben 81 % der Schmierstoffexperten die Auswirkungen von Mangelschmierung an den Anlagen in ihrer Produktionsstätte gesehen.

Das bedeutet jedoch nicht, dass irgendein alter Schmierstoff genügt. Es ist wichtig, ein Öl oder Fett zu finden oder eine Kombination aus beidem, damit gegen die Probleme in Ihrer Anlage vorgegangen werden kann.

Verbrennen Sie sich nicht

Getriebe und Lager, die bei hohen Umgebungstemperaturen, wie z.B. in Stahlwerken, betrieben werden, erfordern einen Schmierstoff, der nicht bei den ersten Anzeichen von Wärme schlapp macht.

Wärme kann die Zersetzung von Öl beschleunigen, den Ölfilm versagen lassen, Verschleiß und Kratzer verstärken, die Lebensdauer von Dichtungen verkürzen, Fette spalten und das Wachstum von mikrobiellen Kontamination fördern.

Wenn Sie wissen, dass Ihre Maschinen ins Schwitzen kommen könnten, können Sie sich eine Menge Sorgen sparen, indem Sie Öle und Fette mit Additiven – diese gewährleisten, dass die Maschinen unter diesen Bedingungen funktionieren. Zum Beispiel verfügt das Schmierfett „K Nate“ von NCH einen Schmelzpunkt von 290 °C und die Rezeptur des Öls „Top Blend“ enthält Oxidationsinhibitoren sowie Wärme mildernde Mittel.

Auswaschungen vermeiden

Egal ob infolge von Luftfeuchtigkeit oder durch den Kontakt mit Feuchtigkeit im Prozess, Kontakt mit Wasser kann das Todesurteil für den Schmierstoff Ihrer Wahl bedeuten. Eines der größten Probleme ist die Emulgierung von Öl oder Fett, was die Effizienz des Schmierstoffes stark reduziert.

Wasser im Kampf mit Schmieröl kann außerdem die Oxidation um das Zehnfache verstärken, was zu einer verfrühten Alterung des Öls, insbesondere in Gegenwart von katalytischen Metallen, wie z.B. Kupfer, Blei und Zinn, führt. Des Weiteren reagieren bestimmte Arten synthetischer Öle mit Wasser, was den Grundbestand zerstört und zu Säurebildung führt.

Standard-Lithiumfett-Produkte erreichen etwa 10 % bei Wasserauswaschtests und emulgieren leicht. Um dieses Problem anzugehen, haben wir „K Nate“-Schmierfett auf Basis von Calciumsulfonat entwickelt, somit ist es von Natur aus wasserbeständig und erreicht 0,5 % bei dem Wasserauswaschtest.

Nicht vom Fleck rühren

Ein anderes Problem, dem Betriebsleiter und Anlagentechniker häufig begegnen, wenn es um Schmierung geht, wird durch das Öl oder Fett selbst ausgelöst. Der Druck, der von beweglichen Teilen ausgeht, quetscht den Schmierstoff oftmals heraus und dadurch ist dieser nicht mehr dort, wo er gebraucht wird.

Wird dies nicht überwacht und das Schmiermittel nicht ersetzt, kann dies verheerenden Schaden an den Getrieben und Lagern anrichten. Dennoch ist es nicht unmöglich, Seelenfrieden zu finden. Bei der Wahl des Schmierstoffes sollte darauf geachtet werden, dass Additive und Klebrigmacher enthalten sind, denn diese sorgen dafür, dass der Schmierstoff an Ort und Stelle bleibt – und scheuen Sie sich nicht, nach einer Produktvorführung zu fragen, um sich die Wirksamkeit bestätigen zu lassen!

Das Schmierfett K Nate von NCH enthält beispielsweise adhäsive Polymere, die dem Schmierfett ermöglichen, an Metallflächen zu haften sowie kohäsive Polymere, dank der es in sich selbst haftet. Unser „Top Blend“-Öl enthält ähnliche Additive, d.h. es verbreitet sich auf sich bewegenden Metalloberflächen und gewährleistet eine vollständige und gleichmäßige Schmierung. Jeder unserer Verkäufer kann diese Eigenschaften auf Anhieb zeigen.

Länger durchhalten

Im Endeffekt geht es bei Schmierung mehr als nur um das Getriebeöl, denn es geht um die Pflege Ihrer Anlagen, damit diese länger bei voller Leistung arbeiten können. Wenn Sie sich nur etwas Zeit nehmen, um herauszufinden, ob Ihr Schmierstoff Additive enthält, die ihn für bestimmte Bedingungen rüsten, kann Ihnen das Zeit, Geld und Sorgen sparen.

Durch die Verwendung eines Öls, wie z.B. Top Blend von NCH, das adhäsive Polymere, Anti-Schaum- und Antiverschleiß-Additive, Emulgatoren, Stoßabsorptionsmittel und Leckinhibitoren enthält, wird die Lebensdauer Ihrer Maschinen erheblich verlängert und Sie haben weniger Arbeit. Unsere Forschung hat ergeben, dass die in Top Blend enthaltenen Additive, dafür sorgen, dass die Lebensdauer viermal länger ist als die von Konkurrenzprodukten und bis zu 8.000 Stunden beträgt.

Wenn Ihr Schmierstoff die Wärme also nicht verträgt, werfen Sie ihn aus der Küche und beschäftigen Sie einen Schmierstoff, der dafür sorgt, dass Sie sich nicht die Finger verbrennen.